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Wild
Zeit,
saisonal
bedingt,
natürlich
auch
in
unserem
Traditions
-
Haus;
 
Ein
Rehrücken
ist
eine
edle
Sache.
Er
macht
am
Tag
der
Zubereitung
wenig
Arbeit,
verlangt
beim
Braten
aber
Fingerspitzengefühl
und
10-12
Minuten
die
ungeteilte
Aufmerksamkeit
des
Koches.
Ich
möchte
den
Rücken
rosa
gebraten
und
wenn
er
dann
nur
2
Minuten
zu
lange
im
Ofen
war,
ist
er
durchgebraten
und
seine
einmalige
Zartheit
geht
verloren.
Zunächst
die
Überlegung,
Rehrücken
im
Ganzen
zu
braten
oder
auszulösen?
Ich
löse
immer
aus,
weil
ich
so
den
Garprozess
besser
beurteilen
und
aus
den
Knochen
eine
leckere
Sauce
machen
kann.
Das
wird
ein
oder
zwei
Tage
vor
dem
Verzehr
gemacht.
Die
Rückenstränge
von
Fett
und
allen
Häutchen
befreien,
es
bleiben
je
nach
Größe
des
Tieres,
etwa
1.000-1.200
g
schieres
Fleisch
übrig.
Dieses
wird
mit
einer
Mischung
aus
Olivenöl,
zerdrückten
Wacholderbeeren
und
geschrotetem
Pfeffer
eingerieben.
Die
Fleischstücke
in
Alufolie
einwickeln
und
in
den
Kühlschrank
legen.
Dort
kann
es
2–3
Tage
ohne
Qualitätseinbuße
lagern.
Der
Fond:
Für
den
Fond
werden
alle
Knochen
und
Fleischabfälle
sehr
klein
gehackt
bzw.
geschnitten
und
in
einer
schweren
Pfanne
oder
im
Bratentopf
im
Backofen
in
etwas
Olivenöl
möglichst
gleichmäßig
gebräunt.
Darauf
achten,
dass
nichts
anbrennt,
denn
angebrannte
Knochen
machen
die
Sauce
bitter.
Alles
in
einen
großen
Kochtopf
umschichten.
Pfanne
oder
Bratentopf
mit
einem
Glas
Rotwein
ablöschen,
etwas
einkochen
lassen
und
in
den
Kochtopf
geben.
Zwiebel
halbieren
und
die
Schnittstellen
anrösten,
die
anderen
Gemüse
würfeln
und
mit
den
Schinkenwürfeln
ebenfalls
in
Olivenöl
anrösten.
Auch
umschichten,
ablöschen
und
in
den
Topf
geben.
Kaltes
Wasser
dazu
gießen
bis
alles
bedeckt
ist.
Gewürze
hinzu,
und
den
Inhalt
4-5
Stunden
im
offenen
Topf
leicht
vor
sich
hinköcheln
lassen.
Dabei
immer
wieder
gründlich
abschäumen.
Die
verkochte
Flüssigkeit
von
Zeit
zu
Zeit
durch
Rotwein
ersetzen.
Anschließend
die
Knochen-,
Fleisch-
und
Gemüseteile
entsorgen
und
die
Flüssigkeit
durch
ein
Haarsieb
oder
Passiertuch
in
einen
anderen,
ausreichend
großen
Topf
umfüllen.
Dieser
Fond
wird
bei
großer
Hitze
eingekocht
bis
nur
noch
ein
knapper
halber
Liter
übrig
geblieben
ist.
Fond
erkalten
lassen.
Die
Sauce:
Bevor
das
Fleisch
in
den
Ofen
kommt,
wird
die
Sauce
gemacht.
Dazu
den
Fettdeckel,
der
sich
an
der
Oberseite
des
Fonds
gebildet
hat,
abnehmen.
Die
Konsistenz
des
Fonds
ist
geleeartig
und
fest.
Den
Fond
erhitzen,
1
TL
Senf
einrühren,
pfeffern,
salzen
und
mit
1
TL
Johannisbeergelee
und
Crema
di
Balsamico
abschmecken.
Evtl.
mit
kalten
Butterstückchen
binden.
Das
Fleisch:
Am
Tag
des
Essens
das
Fleisch
1-2
Stunden
vor
der
Zubereitung
aus
dem
Kühlschrank
nehmen,
damit
es
Zimmertemperatur
annehmen
kann.
Denn
bei
der
kurzen
Bratzeit
wäre
es
in
der
Fleischmitte
noch
kalt,
wenn
es
direkt
aus
dem
Kühlschrank
in
den
Ofen
käme.
In
einer
flachen
Brat-
oder
Auflaufform,
die
gerade
so
groß
sein
sollte,
dass
das
Fleisch
gut
nebeneinander
liegen
kann,
evtl.
die
beiden
Fleischstränge
noch
mal
halbieren.
In
dieser
Form
die
Butter
in
den
auf
200°
vor
geheizten
Backofen
(Ober-
und
Unterhitze)
zum
Schmelzen
bringen,
dabei
etwas
salzen.
Sie
soll
zwar
richtig
heiß
sein,
aber
nicht
braun
werden.
In
diese
Butter
die
Fleischstücke
legen.
Schon
nach
2
Minuten
wenden
und
leicht
salzen.
Nach
weiteren
2
Minuten
wieder
wenden,
ohne
zu
salzen.
Noch
zweimal
im
2-Minuten-Abstand
wenden.
Nach
etwa
8
Minuten
prüfen,
wie
weit
der
Rücken
ist.
Er
soll
auf
Fingerdruck
gut
nachgeben
und
nicht
zu
stramm
sein,
aber
auch
nicht
zu
weich
wie
gekochte
Pilze.
Die
fertigen
Rückenstücke
in
Alufolie
wickeln
und
auf
der
offenen
Ofentür
ca.
10
Minuten
ruhen
lassen,
damit
sich
das
Fleisch
entspannen
kann
und
damit
beim
Anschneiden
kein
Fleischsaft
auf
den
Teller
läuft.
Als
Beilagen
liebe
ich
Spätzle,
Semmel
Knödel
oder
ein
"Bubeaspitzle"
und
dazu
gebratene
Waldpilze,
Rosenkohlblättchen
oder
auch
grünen
Spargel.
Guten
Appetit
beim
nachkochen,
oder
auch
in
unserem
Restaurant.
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